| Firmenchronik |
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![]() Geschäft um 1908 Die örtliche Lage des Betriebes im früher ländlichen, heute aufstrebenden Haren, wechselte zweimal. Sie passte sich damit der jeweilsgünstigeren Verkehrslage an. Zur Gründung des Geschäfts kam es wie folgt: Joan Gerhard Jüngerhans, geb. 1813 als Sohn des Harener Püntkers Rudolph Jüngerhans, arbeitete bis 1838 als Uhrmachergeselle in Koblenz am Rhein. Der Hinweis auf seine dortige Tätigkeit stammt aus einem Brief Joans von 1838 an seinen Vater. Darin bittet er ihn um Zusendung von 18 Thalern, die er benötigte, um zusammen mit seinen Ersparnissen in Frankfurt Uhrmacherwerkzeug einkaufen zu können. Mit diesem Werkzeug kam er im Frühjahr 1839 nach Haren und machte sich als Uhrmacher selbständig. Der Brief, dem wir dies entnehmen können, fand seinen Weg mit dem Nachlaß des Rudolph Jüngerhans, der 1839 starb, ins Amtsgericht und von dort ins Staatarchiv Osnabrück. Dort wurde er erst vor einigen Jahren von Johannes Jüngerhans wiederentdeckt, der sich sehr um die Ahnenforschung der Familie Jüngerhans verdient gemacht hat. ![]() Geschäft um 2005 befinden sich noch im Besitz der Familie. Die Uhrwerke sind so hervorragend gebaut, dass sie auch noch weitere Jahrhunderte überdauern können. Joan Jüngerhans hinterließ nach seinem frühen Tod im Jahr 1863 zwei Söhne, Johannes und Anton. Der jüngere der beiden, Anton, ging 1876 nach Rotterdam und übernahm dort ein Geschäft für Galanterien, das er mit viel Geschick zu einem renommierten Kaufhaus ausbaute, das heute noch als Aktiengesellschaft existiert. Der ältere Johannes Jüngerhans lernte Uhrmacher und kam 1878 nach Beendigung seiner Gesellenzeit beim Uhrmacher Bonekamp in Dülmen nach Haren zurück, um den Betrieb seines Vaters weiterzuführen. 1889 wurde ein Haus an der Kirchstraße 12 erworben und im Jahre 1899 in ein Geschäftshaus umgebaut, dessen markante Front mehrfach umgebaut wurde. Heute ist es wieder im Originalzustand zu bewundern, nachdem es 1990 an ein Architekturbüro verkauft worden war. Der als äußerst korrekt und streng bekannte Johannes Jüngerhans machte sich auch als Bürgermeister, Standesbeamter und Kreistagsabgeordneter einen Namen. Außerdem übte er nebenbei noch die Tätigkeit eines Auktionators aus. Er starb 1929 im Alter von 72 Jahren. Er hatte drei Söhne und vier Töchter. Sohn Franz heiratete nach Weltkrieg I und Inflation im Jahre 1922 Josephine Vosseberg und übernahm kurz darauf die Führung des Geschäfts. Sein jüngster Bruder Johannes gründete 1925 in Nordhorn ein Uhrengeschäft. Der Dritte der Brüder heiratete eine Uhrmacherstochter. Die Familie des Franz Jüngerhans an der Kirchstr. 12 in Haren wuchs in den schweren Jahren der Rezession bis 1934 auf eine siebenköpfige Kinderschar an. Im folgenden Weltkrieg II starb Franz an einem Herz- infarkt. Seine Witwe Josefine führte das Geschäft mit großer Tatkraft weiter durch Kriegs- und Notzeit, Evakuierungs- und Aufbaujahre. Eine Tochter, Elisabeth, machte eine Uhrmacherlehre. Dann beendete auch Johannes seine Lehre und leitete einige Jahre den Betrieb. Inzwischen hatte der heutige Inhaber Heinz Jüngerhans in Hude (Oldbg.) und bald darauf auch der dritte Sohn Franz die gleiche Lehre begonnen. Nachdem Heinz Jüngerhans auch eine Augenoptikerlehre in Oberhausen abgeschlossen hatte, absolvierte er erst die Uhrmachermeisterprüfung und dann die Prüfung zum Augenoptikermeister. Nach der Hochzeit 1961 mit Therese Prasch, Photografenmeisterin aus Meppen, übernahm Heinz Jüngerhans 1964 das Geschäft von seiner Mutter. Durch das Geschick und die harte Arbeit von Heinz und Therese Jüngerhans wuchs die Firma zusehends. Dadurch und bedingt durch einige verkehrspolitische Maßnahmen in Haren war man dann gezwungen, sich nach einem passenderen Standort umzusehen. An der Langen Straße bot sich bald die Möglichkeit, die Lage zu verbessern und nach dem 1988 erfolgten Neubau steht die Firma Jüngerhans in den neuen, großzügigen und hellen Räumen schöner und moderner den je für Ihre Kunden offen. Die Uhren-Schmuck-Porzellanabteilung wurde 1994 geschlossen. Seit dem Jahr 1994 leitet jetzt in der 5. Generation der Sohn Karl den Betrieb als Meister für Augenoptik und Hörgeräteakustik. Seit dem wurden im Geschäft viele wichtige Modernisierungen und Neuerungen eingeführt, um den Service und die Leistungsfähigkeit auf ein überdurchschnittliches Niveau zu bringen. Karl Jüngerhans, Ihr Optiker und Hörgeräteakustiker in Haren / Ems |





